Schmetterlingsmagnet im Sommer♡
Obwohl ich aktuell wirklich eine grosse Auswahl an Blumen habe, zieht keine Schmetterlinge so stark an wie der Blutweiderich.
Der Blutweiderich ist eine heimische Pflanze, die es gerne etwas feuchter mag und hier in der Natur oft an Bächen oder feuchteren Wiesen wächst. Er kommt aber trotzdem erstaunlich gut mit Trockenheit klar und scheint sich das Wasser schon irgendwoher zu holen. Hier bei mir wächst er nämlich gerne in den klassischen Sonnenbeeten und versamt sich auch gerne an den Rand meiner Rahmenbeete. Es scheint dann so auszusehen, dass er aus dem dazwischenliegenden Kies wächst, aber wahrscheinlich haben seine Wurzeln den Weg in die Erde der Rahmenbeete gefunden.

Apropo versamen: Ich hatte ganz am Anfang vor ca. 8 Jahren entlang des Bachbords eine einzige Pflanze gesetzt. Die ist in den darauffolgenden Jahren sehr buschig und schön gewachsen, bis sie irgendwann verschwand. Wahrscheinlich war es ihr dann mit der Zeit zu schattig, denn die Bachsträucher und Bäume wurden immer grösser und dichter und haben mehr Schatten geworfem als zu Beginn.

Er wusste sich dann aber selbst zu helfen und hat tatsächlich in der Nähe an einer etwas sonnigeren Stelle neue Pflänzchen gemacht. Zuerst nur ein paar wenige, die dann mit der Zeit immer mehr wurden. Er hat sich langsam aber sicher immer mehr meiner Blumenbeete erobert und setzt seine Wanderung durch die Beete auch heute noch fort. Ich mag ihn sehr gerne und lasse ihn meist an seinen ausgesuchten Plätzen wachsen. Einige wenige habe ich aber auch schon versetzt.
Wisst ihr, was mich am meisten an ihm fasziniert: Seine unglaublich lange und üppige Blütenpracht. Den schneidet man ihn nach der Blüte etwas zurück, (Die Samenstände abschneiden reicht schon) blüht er vom Juni bis zum Frost durch. Da kann mir mal jemand eine mehrjährige Pflanze nennen, die das auch kann. Vielleicht noch die Rosen fallen mir gerade spontan ein. Es gibt zwar schon auch noch andere remontierende (wiederholt blühende) Stauden, aber laut meiner Kenntnisse nicht über einen so langen Zeitraum.

Auch wenn die Nachblüten wirklich auch traumhaft sind, ist die erste Blüte im Juni schon etwas besonders. Zu dieser Zeit blüht hier auch noch das Mutterkraut, die Kugeldisteln, der Mannstreu und einige Coolflowers wie die wilde Möhre oder der Feldrittersporn. Wirklich eine wunderschöne Kombination wie ich finde.

Da ich inzwischen wirklich viele Pflanzen habe, schneide ich sie gerne gestaffelt zurück. Das heisst, diese die zuerst verblühen, sofort schneiden oder sogar noch etwas vor dem Verblühen und mit den nächsten etwas länger warten. So blühen dann die erstzurückgeschnittenen kurz nach dem die letzten verblüht sind wieder von Neuem. Mit dieser Vorgehensweise habe ich fast keine Blühpausen und wirklich ein Blütenmeer vom Juni bis zum ersten Frost.
Neben der wundervollen Blütenpracht ist er ein absoluter Insektenmagnet und vor allem Schmetterlinge lieben ihn wirklich sehr. Es ist einfach so faszinierend zu beobachten, wie diese in den Beeten umhertanzen, einfach ein Traum und Idylle pur.
Übrigens ist er auch eine tolle Schnittblume und ich durfte mit ihm sogar einen zauberhaft wilden Brautstrauss binden. Für den Schnitt könnt ihr einfach die unteren verblüten Stellen abstreifen, sodass nur noch oben die Spitzen mit den frisch blühenden Blüten und den Knospen zu sehen sind.
Ahh ja und das beste hab ich fast noch vergessen: Mäuse und Schnecken lassen ihn in Ruhe. Er kommt wirklich in von Mäusen unterhöhlten Beeten ohne Probleme zurecht und Schnecken fressen auch die frischen Blätter nicht an. Also wirklich sehr unkompliziert und anpassungsfähig.
So nun genug geschwärmt. Kennt ihr ihn auch? Seid ihr von ihm auch so sehr begeistert? Welches sind aktuell bei euch die Schmetterlingsmagneten?


