Vergessene Novembersträusse
Und was der März mit dem November gemeinsam hat.
Ich komme jetzt tatsächlich noch mit Novembersträussen hervor. Als ich gestern auf dem Handy Platz machen wollte, bin ich bei diesem November-Ordner stehen geblieben und ich hab bemerkt, dass ich euch diese noch gar nicht hier gezeigt habe.
Geht gar nicht, oder? Vor allem der erste hats mir echt wieder angetan – genau mein Stil♡.
November und März, klar jahreszeittechnisch weit voneinander entfernt, aber ich finde doch mehr Gemeinsamkeiten, als man vielleicht denken könnte.
Warmers Licht: Genau wie im Herbst, werden wir aktuell von der noch tieferstehenden Sonne verwöhnt, die uns dieses schöne, warme und stimmungsvolle Licht schenkt♡.

Dahlien: Aktuell treibe ich sie vor, damit ich bis im November schöne Sträusse daraus binden kann.
Zinnien von Floret: Für diese Saison konnte ich noch mehr der heissbegehrten Samen ergattern. Blumennerds wissen genau, wovon ich rede 😉
Chrysanthemen: Bald kann man Stecklinge davon nehmen und sie selber vermehren, damit sie einem im Spätherbst verzaubern können.

Trockenblumen wie die Strohblumen oder das Papierknöpchen überstehen sogar leichten Frost und bringen bis spät in der Saison Blüten hervor.
Hmm … was haben wir noch:
Wilde Möhre Dara, echt ein Geheimtipp, der jeden Strauss zu etwas besonderem machen kann.

Leberbalsam: Den hatte ich letztes Jahr das erste Mal und er hat mich vor allem im Herbst sehr überzeugt. Währenddessen andere schon langsam ihren Geist aufgaben, blühte er unaufhörlich weiter und selbst tiefe Temperaturen schienen im Nichts auszumachen. Nach dem ersten richtigen Frost hat dann allerdings auch für ihn das letzte Stündchen geschlagen. Einige wenige Pflanzen reichen übrigens, denn er wird sehr buschig und eine Pflanze bringt unzählige Stiele hervor.

Zu guter Letzt noch zu den Mehrjährigen:
Hier gehören die Rosen zu den Blüher, die selbst nach dem Frost noch weiterblühen. Erst der Schnee und tagelange Minustemperaturen haben ihnen dann im Dezember den Car ausgemacht. (Schreibt man das so?)
Auch die Wildaster Ezo Murasaki ist für mich im November nicht mehr wegzudenken. Extrem lange Blüte, unglaublich lange Vasenhaltbarkeit, toller Farbverlauf und Frost – Fehlanzeige, das interessiert sie überhaupt nicht. Erst der tagelange Schnee bescherte den Blüten ein Ende.

Der Kerzenknöterich rettet mich auch jedes Jahr im November. Bringt er doch Farbe in die grauen Novembertage und Leichtigkeit in Sträusse. Zum selben Stil gehört auch das patagonische Eisenkraut, das hier mehrjährig ist, bzw. sich selber versamt. Auch seine Blüten lerne ich vor allem gegen Ende der Saison zu schätzen.
Ein letzter mehrjähriger Spätsünder habe ich noch. Nämlich das Mädesüss – schneidet man es nach der Blüte im Sommer zurück, blüht es gegen Ende der Saison nochmals und betört zusätzlich mit seinem Holunder, Marzipan ähnlichem süssen Duft.

So ich hoffe, ich habe keinen Herbststar vergessen und wenn ihr nächsten November auch so schöne Blumen haben möchtet: Sät aus, zieht vor, pflanzt ein oder ihr kauft sie einfach bei mir♡.
Welcher Strauss, bzw. Foto ist euer Favorit?


